EM in Warschau

von André Noll

Die Gruppenphase
An den ersten beiden Turniertagen hatte der Wettergott kein Einsehen mit den Turnierorganisatoren. Heftige Regenfälle verwandelten das Gelände in eine einzige Seenlandschaft. An Spiele im Freien war nicht zu denken. Aber der Turnierveranstalter hatte natürlich einen Plan B in der Tasche und so wurde in der Halle gespielt.

Georges tat sich in seiner Gruppe unerwartet schwer und konnte sich am Ende des ersten Tages mit Mühe und Not als Gruppenzweiter für die Hauptrunde qualifizieren. Auch Jenny schaffte als Gruppenzweite den Sprung ins weitere Turniergeschehen. André dagegen zog souverän als Gruppenerster in die nächste Runde ein. Yohann und Chris schieden leider schon in der Gruppenphase aus.

Daniel on Top
Für Ditschi hieß das Ziel in Warschau Titelverteidigung. Im Mixed trat er mit Jennifer Greune von den Elbspeedern Hamburg an. Bis zum Finale kam unsere deutsche Paarung nur einmal kurz in Straucheln, konnte sich aber am Ende durchsetzen. Im Endspiel wartete mit dem Mixed Kerber/Sustersic  ein schwerer Gegner. Um so überraschender der Ausgang des ersten Satzes.

Mit 16:1 wurde das slowenische Team förmlich vom Platz gefegt! Der zweite Satz gestaltete sich ausgeglichener. Am Ende behielten Jenny und Ditschi aber auch hier die Oberhand und konnten ihren EM-Titel erfolgreich verteidigen.

Georges erklimmt das Treppchen
Bei Temperaturen über 30 Grad und blauem Himmel zeigte sich Warschau am dritten Turniertag von seiner schönsten Seite. Hochsommerliche Bedingungen, die aber nicht allen Spielern lagen. André und Jenny hatten mit der Umstellung auf die Außenplätze zu kämpfen. André musste überraschend bereits im ersten K.O.-Spiel die Segel streichen. Jenny verlor in der zweiten K.O.-Runde nur knapp in drei Sätzen gegen die Nr. 4 der Welt, Rebecca Nielsen aus Schweden. Für René war in der K.O.-Runde gegen den amtierenden Weltmeister Patrick Schüsseler aus Köln Endstation.

Georges, der am ersten Tag noch der Verzweifelung nah war, blühte jetzt richtig auf und liess einem nach dem anderem Gegner keine Chance. Am Ende stand er im Finale. Dort wartete mit Hans Granberg aus Schweden ein Urgestein der Speedmintonszene. Gespielt wurde auf zwei Gewinnsätze. Beide Spieler lagen auf gleichem Niveau, allerdings machte Georges ausgerechnet im Finale zu viele vermeidbare Fehler.

So mußte er sich am Ende seinem Gegner mit 0:2 Sätzen geschlagen geben. Trotzdem eine starke Leistung und ein Riesenerfolg für Georges, der damit nach dem Vorjahressieg an gleicher Stelle jetzt das Highlight seiner bisherigen Speedbadminton-Karriere feiern konnte!

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